Dynamik und Demokratisierung. Kapp-Putsch und die Niederlage der Weimarer Republik
TERMINVERSCHIEBUNG: Findet statt am 18.09.!
Das Ende des ersten Weltkriegs setzte in ganz Europa umfassende Demokratisierungsprozesse frei. Nicht nur in Deutschland standen mit der Republikgründung auch Fragen nach den Mitwirkungsrechten der Lohnabhängigen im Raum. Und nicht nur in Deutschland formierten sich Bewegungen, die sich die gewaltsame Abwehr solcher Demokratisierungsschübe zum Ziel setzten. Der Kapp-Putsch setzte der Demokratisierung in Deutschland ein Ende. Zwar misslang den Putschisten der Griff nach der Staatsmacht, doch der Putsch leitete einen Hegemonieverlust der republiktreuen Kräfte ein, der sich über die Verfestigung der Spaltung der Arbeiterbewegung, die Wahl Hindenburgs zum Reichspräsidenten und das Verschwinden der liberalen Parteien, die Einführung von Zensurmaßnahmen und Sondergerichten bis zur Absetzung der preußischen Landesregierung 1932 fortsetzte. Die Übergabe der Staatsmacht an die Nazipartei 1933 stieß nicht mehr auf nennenswerten Widerstand.
Warum führte der erfolgreiche Widerstand gegen den Kapp-Putsch nicht zu einer Stabilisierung der Demokratisierung?
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