22. April 2017 Seminar Soziale Ungleichheit und was wir dagegen tun können

Tagesseminar. Bitte anmelden!

Information

Veranstaltungsort

Jugendherberge Düsseldorf-Oberkassel
Düsseldorfer Str. 1
40545 Düsseldorf

Zeit

22.04.2017, 11:00 - 16:00 Uhr

Veranstalter

Rosa-Luxemburg-Stiftung Nordrhein-Westfalen

Themenbereiche

Geschichte, Ungleichheit / Soziale Kämpfe, Gesellschaftliche Alternativen

Kosten

Normalpreis: 10,00 €
Ermäßigter Preis: 5,00 €

Zugeordnete Dateien

Im mehr als 600 Seiten starken Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung finden sich eine Menge guter Botschaften, die zeigen sollen, dass Deutschland wirtschaftlich und sozial stabil ist. Für den Wohlstand im Land sei die Lage am Arbeitsmarkt verantwortlich und die Statistiken zeigen ein anhaltendes deutsches Jobwunder an, abzulesen an der gesunkenen Arbeitslosigkeit im Berichtszeitraum 2012 bis 2016. Seit den Hartz-Reformen 2005 ist die Zahl der Jobsuchenden offenbar um fast 50 Prozent gesunken.
Auf der anderen Seite verdrängen Teilzeit-, Zeitarbeits- oder Minijobs die traditionellen sozialversicherungspflichtigen Vollzeitstellen. Auch diese zunehmend unsicheren Beschäftigungsverhältnisse sind Thema des Armuts- und Reichtumsberichts, was wiederum von der Arbeitgebervereinigung BDA kritisiert wird. Gleichzeitig wurde der Armuts- und Reichtumsbericht in einigen Passagen entschärft und Aussagen gestrichen, inwiefern Menschen mit mehr Geld einen stärkeren Einfluss auf politische Entscheidungen haben als Einkommensschwache. Dem DGB fehlen Handlungsempfehlungen für die Zukunft, dass beispielsweise geringfügig Beschäftigte der Sozialversicherungspflicht unterliegen sollen und in der Leiharbeit der Grundsatz der gleichen Bezahlung früher greifen soll.
Dass die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinandergeht, ist besonders eine Erfahrung der vielen, die sich für Arme im Land engagieren und derer, die sich im Bündnis "Reichtum umverteilen" zusammengeschlossen haben. Das Bündnis setzt sich aus mittlerweile über 30 Organisationen und vielen weiteren Unterstützern zusammen: Gewerkschaften, Verbände und
Selbstorganisationen aus dem sozialen Bereich, Jugendverbände, kirchliche und politische Vereinigungen, migrantische Organisationen und andere. Ziel ist es, Öffentlichkeitsarbeit und Druck für mehr soziale Gerechtigkeit zu machen, um ein besseres und gerechtes Land für alle zu schaffen, die hier leben.
Mit Michaela Hofmann, Referentin für Armutsfragen beim Diozösan-Caritasverband Köln und Horst Kraft, attac und Mitbegründer des Bündnisses "Reichtum umverteilen"
 

In Kooperation mit RLC Düsseldorf und attac Düseldorf.

Anmeldung unter: rlc-duesseldorf@gmx.de

Standort