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Tagung / Konferenz
Mit Natascha Strobl, Carolin Philipp, Konstanze Schmitt, Jean Peters, Ruben Neugebauer
Samstag, 18.02.2017 | 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr

Dezentrale , Mülheim an der Ruhr
Leineweberstraße 15-17
45468 Mülheim an der Ruhr

Karte

What happend to the ‚European Dream‘?

Interdisziplinäres Symposium zur europäischen Krise und zu antifaschistischem Theater in der Dezentrale Mülheim

ANMELDUNG unter: symposium@ringlokschuppen.de


Angesichts von Rechtsruck everywhere, brennenden Asylbewerber*innenunterkünften, alltäglichem Sterben im Mittelmeer, Re-Nationalisierung und einer zunehmenden Verrohung der sogenannten Mitte ist es höchste Zeit zu fragen: WHAT HAPPENED TO THE ‚EUROPEAN DREAM‘?

Gibt oder gab es jemals so etwas wie einen europäischen Traum? Wenn wir kein Zurück in den nationalen Gemüsegarten wollen, (wie) lässt es sich dann von einem anderen Europa und womöglich auch von einer anderen EU träumen? Welche Rolle können kritische Kultur- und Wissensarbeiter*innen in diesen kulturellen und ideologischen Auseinandersetzungen einnehmen, um für ein emanzipatorisches Europa zu streiten?

Gemeinsam mit (trans-)lokalen Verbündeten aus den Bereichen Kunst / Theorie / politischem Aktivismus wollen wir uns zum Auftakt unserer zweijährigen Residenz im Ringlokschuppen Ruhr vier Tage lang in unterschiedlichsten Formaten und an verschiedenen Orten nicht nur kritisch mit der Vermessung des europäischen Status Quo befassen, sondern uns auch über die gesellschaftliche Rolle, Form und Möglichkeit(en) eines antifaschistischen Theaters verständigen.

In zwei Panels befassen wir uns nicht nur mit dem Erstarken der sogenannten Neuen Rechten, Re-Nationalisierung und Rassismus, der Situation von Geflüchteten und Migrant*innen im Zentrum wie an den Außengrenzen Europas, sondern fragen auch, welche Rolle ein politisches, dezidiert antifaschistisches Theater unter diesen Bedingungen einnehmen könnte oder sollte.

Panel 1: „Re-Nationalisierung, Neue Rechte, Rassismus: Droht die Wiederkehr des europäischen Faschismus?“ mit den Politikwissenschaftler*innen und Aktivist*innen Natascha Strobl (Wien) und Carolin Philipp (Athen / Göttingen).

Natascha Strobl
ist Politikwissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt Rechtsextremismusforscherin. Besonders hat sie sich mit der „Neuen Rechten“ sowie der „Identitären Bewegung“ beschäftigt. Das Standardwerk „Die Identitären. Jugendbewegung der Neuen Rechten in Europa“ (Unrast, zusammen mit Julian Bruns und Kathrin Glösel) ist bereits 2014 erschienen und erhielt 2016 eine 2. aktualisierte Auflage. Außerdem hat Strobl gemeinsam mit Bruns und Glösel das Buch „Rechte Kulturrevolution. Wer und was ist die Neue Rechte von heute?“ (VSA 2015) verfasst, sowie zahlreiche Beiträge in Sammelbänden und Zeitschriften geschrieben. In Wien hat Strobl das antifaschistische Bündnis „Offensive gegen Rechts“ mitbegründet.

Carolin Philipp studierte Politik- und Erziehungswissenschaft in Oldenburg, Potsdam und Berlin mit den Schwerpunkten Globalisierung, Postkoloniale Theorie, Entwicklungszusammenarbeit und Rassismus. Sie ist Gründungsmitglied von glokal e.V. und arbeitet in unterschiedlichen Praxis- und Forschungsprojekten der politischen Bildungsarbeit zu gesellschaftlichen Ungleichheiten. Seit 2009 lebt sie hauptsächlich in Athen, wo sie, gefördert von der Hans-Böckler-Stiftung zu sozialen Bewegungen promovierte. Sie arbeitet in Forschungsprojekten der Athener Panteion- und der Kapodistrian-Universität u.a. zu Migration, Rassismus, Gentrifizierung oder Neoliberalismus. Außerdem schreibt und berichtet sie für unterschiedliche Medien aus Griechenland.

 
Panel 2: „Performing Politics of Care – Queering Antifascism: Braucht es einen neuen kulturellen und reproduktiven Antifaschismus?“ mit Konstanze Schmitt (Berlin), Jean Peters (Peng Collective) und Ruben Neugebauer  (Peng Collective/ Sea-Watch).

Konstanze Schmitt (Mannheim, 1974) ist bildende Künstlerin und Theaterregisseurin; ihre Arbeit befindet sich an einer Schnittstelle zwischen den Bereichen der freien und der darstellenden Kunst. Ausgehend von dokumentarischem und biografischem Material und politischen Kontexten, erforschen Schmitts Performances und Installationen Möglichkeiten und Wirklichkeiten von Utopien, z.B. kommunistische Sehnsucht und menschliche Reproduktion. Kooperationen mit Dienstleisterinnen, Schauspielern, Tänzerinnen, Architekten, organisierten Hausarbeiterinnen. Konstanze Schmitt lebt seit 1995 in Berlin und arbeitet aktuell zum Arbeitertheater.

Jean Peters hat für Google, Shell, Vattenfall, das Schauspiel Dortmund, Rimini Protokoll, die Berlin Biennale, die Bundeswehr und AstroTV gearbeitet, wobei die Guten ihn dazu beauftragten und die Bösen nicht. Er selbst gehört zu den Guten und überlegt momentan ob er besser in den Untergrund gehen, auf eine Insel ziehen oder sich in einem breiten Bündnis in die Schlacht der Bundestagswahl wagen sollte.

Ruben Neugebauer ist eigentlich Journalist, im Hobby betätigt er sich als Aktionskünstler beim Peng Collective. Kommunikationsguerilla stellt für ihn in diesem Zusammenhang eine äußerst wirksame Depressionsprophylaxe dar, die  zudem politisch effektiv ist und Spaß macht. 2015 baute er zudem die zivile Seenotrettungsorganisation Sea-Watch mit auf, die seither auf dem Mittelmeer Seenotrettung leistet, um so der Europäischen Abschottungspolitik praktisch etwas entgegen zu setzen.

Sa. 18. Februar 2017 | 19-21 Uhr
KEYNOTE-LECTURE-PERFORMANCE  im HEIDI HOH, Kunstraum im Ringlokschuppen Ruhr

Der in Recklinghausen geborene Künstler Thomas Bellinck hat in seiner Ausstellung „Haus der europäischen Geschichte im Exil“ eine düstere Retrospektive der Europäischen Union entworfen: Aus der Zukunft zurückschauend auf unsere Gegenwart, erzählt Bellinck die irritierend reale Vision vom Untergang Europas. In seiner Lecture-Performance greift er die inhaltlichen Schwerpunkte dieser Arbeit nochmals auf und stellt sein nächstes Projekt vor, das den Fokus auf die Digitalisierung des europäischen Grenzregimes legt.

Weitere Informationen unter:

https://www.egfka.eu/projekte/what-happened-to-the-european-dream

Kontakt

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Hedwigstr. 30 - 32
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