02.07.2011 | 11:30 Uhr bis 13:30 Uhr
Alevitisches Kulturzentrum, Oberhausen
Mit Mai Choucri und Niema Movassat
Die arabische Welt in Aufruhr
Mai Choucri von der "Association of the Progressive Revolution Youth" und Niema Movassat (MdB) berichten über die Rolle der Jugendbewegung in Ägypten
In den arabischen Staaten Nordafrikas stürzen die Widerstandsbewegungen
nacheinander ihrer diktatorischen Regime. Nachdem Ben Ali in Tunesien vom Volk aus dem Land gejagt wurde, hielten sich auch die ÄgypterInnen nicht mehr zurück und erhoben sich abermals gegen den Despoten und Diktator Mubarak. Bereits seit 2008 gab es unter der ägyptischen Bevölkerung immer wieder Proteste gegen den Diktator, doch wurden sie stets brutal niedergeschlagen, so zum Beispiel die Massenstreiks in der Textil- und Betonindustrie.
Das Bild von Mubaraks Partei als einziges Bollwerk gegen die sogenannten Islamisten der Muslimbrüderschaft begann in der öffentlichen Wahrnehmung zu bröckeln und der Widerstand wurde immer stärker. Im Februar 2011, nach dreißig Jahren Diktatur, brach das System Mubarak durch den Druck der Massen zusammen. Ob in Bahrain, Jemen oder Syrien, in nahezu allen arabischen Staaten schöpfen die Widerstandsbewegungen nun wieder neuen Mut, sich gegen die brutalen Machthaber zur Wehr zu setzen.
Die Jugendbewegungen in den arabischen Staaten Nordafrikas spielten eine besondere Rolle bei Organisation des Widerstands gegen die Regime. Mit Mai Choucri haben wir eine Aktivistin der "Association of the Progressive Revolution Youth" für eine Podiumsdiskussion in NRW gewinnen können.
Wie konnte der Widerstand in einem diktatorischen Regime wie Ägypten organisiert werden? Können weitere Diktaturen durch ähnliche Widerstandsbewegungen in den arabischen Staaten gestürzt werden? Wie können wir als linke die Bewegungen unterstützen?
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