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Tagung / Konferenz
13.05.2011 bis 15.05.2011 | ganztägig
Ehemalige Tanzschule Rebel, Münster
Mit diverse

queer-feministisches Ladyfest Münster 2011

unkommerzielles feministisches Do it yourself-Festival, das die Unterrepräsentation von Künstlerinnen durchbricht und das binäre Geschlechtersystem in Frage stellt

aus der Selbstdarstellung des Projekts:

Das LadyfestMünster ist ein unkommerzielles feministisches D.I.Y. (Do it yourself) -Festival, das von einer Gruppe von feministischen Leuten organisiert wird.

Insbesondere die in vielen Bereichen unterrepräsentierten FrauenLesbenTrans (*) haben hier die Möglichkeit, ihr Wissen in Form von Workshops oder Vorträgen zu vermitteln und zu teilen sowie mit Bands aufzutreten, zu performen oder Kunst auszustellen. Das LadyfestMünster soll ein ‘offenes Ladyfest’ sein, das bedeutet, dass nicht nur Ladie_z (**) angesprochen werden, sondern auch männlich definierte Menschen, sofern sie die Ladyfest-Idee unterstützen, an den Veranstaltungen teilnehmen können. Trotzdem werden einzelne Veranstaltungen nur für bestimmte Gruppen geöffnet sein, diese werden im Programm entsprechend gekennzeichnet sein!

Mit dem Ladyfest knüpfen wir an die Ideen der riot-grrl-Bewegung der 90er Jahre an, in der Frauen, Mädchen, Lesben, Trans begannen sich zusammenzuschließen, um die permanente Unterrepräsentation von Musikerinnen und Künstlerinnen zu durchbrechen.

Darüber hinaus versuchen wir das binäre Geschlechtersystem zu hinterfragen und aufzubrechen. Denn trotz der vermehrten Repräsentation von schwulen und lesbischen Menschen in den Mainstream-Medien, den Diskussionen um Intersexualität oder den vielen Rufen vom Ende des Feminismus gibt es diese Herrschaftslinien noch immer. Frauen sind in Machtpositionen noch immer weit unterrepräsentiert und verdienen trotz gleicher Qualifikation im Schnitt 24% weniger als Männer und sind im Niedriglohnsektor stark überrepräsentiert; Jede 7te Frau wird in ihrem Leben mindestens einmal vergewaltigt; Menschen werden noch immer entweder als Frau oder als Mann wahrgenommen, eine andere Definition ist kaum denkbar und löst bei anderen Irritationen bis hin zu Gewaltausbrüchen aus; die Bild titelt auf ihren Werbeplakaten „Papa ich bin schwul!“ und nicht „Papa_Mama ich bin hetero!“ oder gar „Hallo ich liebe alle Geschlechter!“ und bezieht sich damit auf ein binäres Geschlechtersystem, in dem Heterosexualität als Norm gesetzt ist.

Diese vielen Themen möchten wir beim Ladyfest vorstellen und diskutieren . Dabei wollen wir natürlich auch andere Herrschaftslinien nicht vergessen.Wir bemühen uns zwar darum, auch in Bezug auf Themen wie critical whiteness studies und Intersektionalitätsforschung ein Angebot zu schaffen, sind uns dabei aber unseres mehrheitsprivilegierten und weißdeutschen Hintergrundes bewusst.

Etwaige Erlöse aus dem Laydfest werden wir den von Repression betroffenen Demonstrant_innen gegen einen Aufmarsch evangelikaler Christ_innen im März 2009 spenden. Damit erklären wir uns solidarisch mit den Leuten, die sich gegen fundamentalistische Christ_innen und ihre frauenfeindliche und menschenverachtende Politik wehren.

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Kontakt

RLS Nordrhein-Westfalen
Hedwigstr. 30 - 32
47058 Duisburg

Telefon: 0203 3177392
Email: post@rls-nrw.de

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Besonderheiten

In Kooperation mit der Ladyfest-Initiative Münster


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